Anbietervergleich

Die besten Finmatics-Alternativen für Steuerkanzleien

Welche Systeme zur automatischen Belegkontierung neben Finmatics in Frage kommen, wie sich die Preismodelle unterscheiden und wofür sie jeweils taugen.

Baktash Hossainzadeh··11 Minuten

Finmatics gehört zu den bekanntesten Vorsystemen für die Belegverarbeitung im deutschsprachigen Kanzleimarkt. Wer nach Alternativen sucht, hat sich mit dem Thema meist bereits beschäftigt und stößt an eine konkrete Grenze. Welche Alternative passt, hängt davon ab, welche Grenze es ist. Nichts anderes.

FrageAntwort
Was ist FinmaticsVorsystem für die Belegverarbeitung aus Wien, Teil der Visma-Gruppe, mit sechs Zielsystemen
Was kostet esPakete von 750 bis 1.200 Euro monatlich bei Jahreszahlung für je 3.000 Buchungszeilen, plus 1.990 Euro Onboarding
Wichtigste AlternativenTabula, der DATEV-Automatisierungsservice, Candis, BuchhaltungsButler, GetMyInvoices und docunest als Plattform mit eigenem Belegeingang
Entscheidende FrageWird ein Zielsystem jenseits der DATEV gebraucht, und liegt der Aufwand beim Kontieren oder beim Beschaffen der Belege
Wann ein Wechsel lohntWenn nur die DATEV bedient wird, das Belegvolumen unter dem Paketkontingent liegt oder der Belegeingang das eigentliche Problem ist

Drei Punkte vorweg: Der beworbene Einstiegspreis enthält weder Bankabgleich noch Belegtransfer, beide sind Zusatzoptionen. Die Breite der Zielsysteme ist der Punkt, an dem der Anbieter im Markt kaum Konkurrenz hat. Und der Vergleich entscheidet sich an eigenen Belegen, nicht an Funktionslisten.

Finmatics ist ein Anbieter aus Wien und gehört zur Visma-Gruppe. Das System liest Belege ein, wertet sie mit KI-Unterstützung aus, erzeugt Buchungsvorschläge und übergibt sie an das Zielsystem. Laut Anbieter liegt ein Schwerpunkt auf aufteilungsbedürftigen Belegen, also auf Splitbuchungen und gemischten Steuersätzen. Dazu kommt ein Trainingsbereich, in dem die Kanzlei die Erkennung selbst nachschärfen kann. Das ausführliche Produktprofil führt beides aus.

Der auffälligste Unterschied zu vielen Wettbewerbern liegt bei den Zielsystemen. Neben der DATEV werden laut Anbieter BMD, Agenda, RZL, SAP und Microsoft Business Central angebunden. Für Kanzleien mit Mandaten in Österreich oder mit größeren Mandanten auf einem ERP-System ist das der entscheidende Punkt.

Die Preise sind öffentlich einsehbar. In diesem Markt ist das nicht selbstverständlich. Die Pakete beginnen laut Preisliste bei 750 Euro monatlich bei jährlicher Abrechnung und enthalten 3.000 Buchungszeilen, die Spanne reicht bis 1.200 Euro. Bankabgleich und der Transfer der Belege an DATEV sind Zusatzoptionen, das Onboarding kostet einmalig 1.990 Euro.

Der Einstiegspreis passt nicht zur Kanzleigröße. Ein Paket mit 3.000 Buchungszeilen ist für eine Kanzlei mit wenigen belegstarken Mandaten sinnvoll und für eine Kanzlei mit vielen kleinen Mandaten überdimensioniert. Bei 3.000 Zeilen liegt der Preis bei rund 25 Cent je Zeile, bei 1.000 Zeilen bei 75 Cent, weil die Grundlast dieselbe bleibt.

Die Zusatzoptionen summieren sich. Bankabgleich und Belegtransfer sind für den produktiven Betrieb in vielen Kanzleien Voraussetzung, keine Kür. Wer sie hinzurechnet, landet deutlich über dem beworbenen Einstieg. Die einmalige Onboarding-Gebühr kommt obendrauf.

Nur die DATEV wird gebraucht. Eine reine DATEV-Kanzlei zahlt für eine Breite an Anbindungen, die sie nicht nutzt. Am Produkt liegt das nicht, am Zuschnitt schon.

Erst die Einordnung, dann die Namen. Zwei der Gruppen werden regelmäßig verwechselt, und daher stammen die meisten Fehlentscheidungen.

Kontierungswerkzeuge verarbeiten Belege und erzeugen Buchungen. Sie setzen voraus, dass die Belege bereits vorliegen. Finmatics gehört hierher, ebenso Tabula und der Automatisierungsservice der DATEV.

Portale und Kollaborationsplattformen transportieren Dokumente zwischen Kanzlei und Mandant, kontieren aber nicht. Sie lösen das Eingangsproblem und lassen die Buchhaltung unberührt.

Verbindende Systeme decken beides ab: den Weg des Belegs vom Mandanten in die Kanzlei und seine Kontierung bis zur Übergabe an das Zielsystem.

Wer ein Kontierungswerkzeug durch ein Portal ersetzt, tauscht ein Problem gegen ein anderes. Diese Unterscheidung ist wichtiger als jede Funktionsliste.

Tabula ist die naheliegendste Alternative im selben Lager und auf DATEV-Kanzleien in Deutschland fokussiert. Nach Anbieterangaben deckt es neben der Kreditorenseite auch Debitoren, Bank, Mahnwesen, Sammelüberweisungen und den Rechnungsausgang ab und rückt damit näher an das heran, was ein Mandant unter Buchhaltung versteht.

Der wesentliche Unterschied in der Vorauswahl betrifft die Preistransparenz. Auf der Anbieterseite waren im August 2026 keine Preise zu finden. Ein Vergleich braucht also ein Angebot für den eigenen Bestand. Ein Qualitätsurteil ist das nicht, es verändert nur den Ablauf: Bei Finmatics lässt sich vor dem ersten Gespräch rechnen, hier nicht. Beide Systeme direkt nebeneinander gibt es unter Finmatics und Tabula im Vergleich.

Die Lösung, die viele Kanzleien bereits lizenziert haben, wird in der Suche gern übersehen. Die DATEV bietet mit dem Automatisierungsservice Rechnungen eine eigene Belegerkennung mit Buchungsvorschlägen an.

Ihr Vorteil ist der fehlende Übergang. Kein weiterer Anbieter, kein zweiter Vertrag, keine Datenübergabe nach außen. Eng wird es bei Sonderfällen und sobald der Mandantenkontakt ins Spiel kommt. Für Kanzleien ohne jede Automatisierung ist der Dienst der Ausgangspunkt, an dem sich jede Alternative messen lassen muss. Die Unterschiede im Einzelnen führt DATEV und Finmatics aus.

Candis kommt aus einer anderen Richtung. Der Schwerpunkt liegt auf dem Rechnungseingang in Unternehmen, also auf Erfassung, mehrstufigen Freigaben und Zahlung, mit anschließender Übergabe an die Buchhaltung.

Damit ist Candis weniger eine Kanzleilösung als eine Lösung für den Mandanten, die der Kanzlei zugutekommt. Wo Mandanten viele Eingangsrechnungen mit Freigabeketten haben, passt der Zuschnitt. Verarbeitet die Kanzlei die Belege ohnehin selbst, löst er das falsche Problem.

BuchhaltungsButler richtet sich stärker an Unternehmen und kleinere Mandate, die ihre laufende Buchhaltung selbst vorbereiten, und bietet dafür Vorkontierung mit Bankanbindung. Laut Anbieter lernt das System aus wenigen Korrekturen.

Für Kanzleien ist das dort interessant, wo Mandanten die vorbereitende Buchhaltung übernehmen sollen. Als Werkzeug für die Kanzlei selbst ist der Zuschnitt ein anderer. Die Unterschiede im Detail behandelt die Gegenüberstellung von Finmatics und BuchhaltungsButler.

GetMyInvoices löst ausschließlich das Eingangsproblem. Rechnungen werden automatisch aus Online-Portalen, Postfächern und Lieferantenkonten eingesammelt und weitergereicht. Kontiert wird nicht.

Als Ersatz taugt es damit nicht, als Ergänzung häufig sehr gut. Liegt ein erheblicher Teil der Belege in Portalen von Telekommunikationsanbietern, Energieversorgern und Onlinehändlern, ist das Einsammeln der eigentliche Engpass.

Das System gehört in das dritte Lager. Das Mandantenportal, über das der Mandant Belege liefert, und die Kontierung nach SKR03 oder SKR04 sind Teile desselben Systems. Der Beleg, den der Mandant hochlädt, ist derselbe, der als Buchungsstapel in der DATEV landet.

Der praktische Unterschied betrifft weniger die Kontierung als den Aufwand darum herum. Fehlende Belege lassen sich benennen, weil der Stand aus den Daten ablesbar ist. Erinnerungen laufen ohne persönliches Zutun. Dazu kommen Dateiaustausch, digitale Freizeichnung, Personalfragebögen mit Lohnexport und eine Aufgabensteuerung für die wiederkehrende Mandantenarbeit.

Beim Preis zählt die Struktur genauso wie die Höhe. Die KI-Buchhaltung kostet 99 Euro monatlich zusätzlich zum Basispaket ab 49 Euro und enthält 300 Buchungssätze, jeder weitere kostet 0,40 Euro. Bankabgleich und Belegübergabe sind enthalten, eine Einrichtungsgebühr fällt nicht an. Bei geringem Volumen ist der Einstieg damit niedriger. Bei sehr hohen Mengen kehrt sich die Rechnung um, weil ein Paketpreis ab einer bestimmten Menge günstiger wird als ein Preis je Beleg.

Beide Anbieter erscheinen in Suchergebnissen zu Belegautomatisierung regelmäßig, gehören aber in das zweite Lager. Sie organisieren die Zusammenarbeit zwischen Kanzlei und Mandant: Dokumente austauschen, Anfragen stellen, Unterlagen freigeben.

Was sie nicht tun, ist kontieren. Ein Beleg, der über ein solches Portal eintrifft, liegt anschließend digital vor. Gebucht ist er nicht. Wer ein Kontierungswerkzeug durch ein Portal ersetzt, hat den Eingang verbessert und die Buchhaltung unverändert gelassen.

Sinnvoll ist die Kombination: Portal für den Eingang, Kontierungswerkzeug für die Verarbeitung. Der Preis dafür sind zwei Systeme, zwei Verträge und die Übergabe dazwischen. Dort bleiben Belege erfahrungsgemäß liegen.

Der beworbene Einstiegspreis eines Kontierungssystems beschreibt selten den Betrag, der am Ende auf der Rechnung steht.

Zwei Funktionen sind in den meisten Kanzleien keine Kür: der Abgleich der Bankumsätze und die Übergabe des Belegs an das Zielsystem. Wo beide als Zusatzoptionen geführt werden, gehören sie in den Vergleichspreis. Eine Fußnote reicht nicht. Bei einem Basispaket von 750 Euro monatlich und Optionen von 119 und 149 Euro liegt der tatsächliche Einstieg laut Preisliste bei 1.018 Euro.

Dazu kommen zwei Posten, die im Monatsvergleich untergehen. Die einmalige Onboarding-Gebühr von 1.990 Euro entspricht im ersten Jahr rund 166 Euro monatlich. Und ein Aufschlag für monatliche statt jährlicher Zahlweise verschiebt das Ergebnis noch einmal.

Die belastbare Vergleichszahl ist deshalb der Gesamtbetrag über zwei Jahre, geteilt durch vierundzwanzig, inklusive aller Optionen, die tatsächlich gebraucht werden.

Ein Systemwechsel lohnt sich ab einem bestimmten Verhältnis von Ersparnis zu Umstellungsaufwand. Der reine Preisunterschied sagt dazu nichts.

Die Rechnung braucht die monatliche Differenz zwischen altem und neuem System, alle Optionen eingerechnet. Dann den einmaligen Aufwand für Umstellung, Einrichtung je Mandat und Schulung, bewertet mit den internen Stundensätzen. Und die Lernphase, in der die Trefferquote niedriger liegt als im eingespielten System.

Daraus ergibt sich der Monat, ab dem der Wechsel sich trägt. Liegt er jenseits von achtzehn Monaten, ist die Entscheidung selten allein preislich zu rechtfertigen, weil sich in dieser Zeit sowohl Preise als auch Produkte ändern.

Einmal erübrigt sich die Rechnung. Wenn eine Funktion fehlt, die zwingend gebraucht wird, etwa ein bestimmtes Zielsystem. Dann geht es um Eignung, und Kosten spielen keine Rolle.

Alle Anbieter werben damit, dass ihr System aus Korrekturen lernt. Der Unterschied liegt darin, wer das Lernen steuert und wie sichtbar es ist.

Bei der einen Bauform lernt das System im laufenden Betrieb. Wird eine Kontierung korrigiert, ist der nächste Beleg desselben Lieferanten richtig zugeordnet. Zusätzliche Arbeit fällt nicht an. Prüfen lässt sich das kaum, weil nicht sichtbar ist, was gelernt wurde.

Bei der anderen Bauform gibt es einen eigenen Trainingsbereich, in dem die Kanzlei Regeln und Zuordnungen pflegt. Das kostet Zeit. Dafür bleibt das Verhalten nachvollziehbar, und das Wissen einer erfahrenen Fachkraft lässt sich einmal hinterlegen statt in jeder Korrektur zu wiederholen.

Welche Bauform passt, hängt von der Kanzleigröße ab. Wo eine Person die Buchhaltung mehrerer Mandate verantwortet, trägt sich ein Trainingsbereich schnell. Wo viele Personen an wechselnden Mandaten arbeiten, reibt das stille Lernen im Betrieb weniger.

Gerechnet wird mit dem Stand von heute, und darin liegt der Fehler. Deshalb geht der Preisvergleich so oft daneben.

Verbreitet sind im Kern drei Bauarten. Ein Paketpreis mit Kontingent ist bei hoher Auslastung günstig und bei geringer teuer, weil die Grundlast unabhängig von der Menge anfällt. Die Abrechnung je Beleg verhält sich umgekehrt: niedriger Einstieg, steigende Kosten mit dem Volumen. Eine Pauschale je Kanzlei ist unabhängig von der Mandatszahl und lohnt sich, sobald der Bestand wächst.

Zählen sollte deshalb eine andere Frage. Was kostet dieselbe Lösung bei doppelter Mandatszahl oder bei einem neuen belegstarken Mandat? Alle Modelle dieses Marktes im Einzelnen finden sich unter Kosten der KI-Buchhaltung.

Der Lizenzpreis ist nur ein Teil. Der Rest taucht in Vergleichen kaum auf und entscheidet über die Wirtschaftlichkeit im ersten Jahr.

Am schwersten wiegt die Einrichtung je Mandat: Kontenrahmen, Zuordnungen der wichtigsten Lieferanten, Zugänge, gegebenenfalls Bankanbindung. Zwanzig Mandate kosten realistisch mehrere Tage.

Dann die Lernphase. Am Anfang ist die Trefferquote so niedrig wie nie wieder, weil das System weder Lieferanten noch Gewohnheiten kennt. Die ersten Wochen kosten mehr Zeit als der alte Ablauf. Wer das nicht einplant, bewertet die Lösung zum ungünstigsten Zeitpunkt.

Der dritte Posten ist die Gewöhnung im Team. Eine Umstellung, die parallel zur Abgabefrist läuft, erzeugt Widerstand, der dem Werkzeug angelastet wird.

Jeder Anbieter verwendet dieselben Begriffe. Funktionslisten helfen deshalb nicht weiter. Was weiterhilft, sind überprüfbare Fragen.

Wie verhält sich das System bei schwierigen Belegen? Ein Bewirtungsbeleg mit handschriftlichem Trinkgeld, eine Rechnung mit zwei Steuersätzen, eine Anzahlung mit späterer Schlussrechnung, eine Fremdwährungsrechnung. Standardbelege beherrschen alle.

Wie lernt es? Fließen Korrekturen zurück, sodass derselbe Lieferant beim nächsten Mal richtig zugeordnet wird, oder wiederholt sich der Fehler?

Was passiert mit dem Beleg nach der Buchung? Bleibt er auffindbar und mit der Buchung verknüpft, oder liegt er anschließend an anderer Stelle?

Wie kommen die Belege überhaupt herein? Diese Frage entscheidet häufig mehr über die Ersparnis als die Kontierungsquote.

Was kostet es bei doppelter Mandatszahl? Preismodelle verhalten sich bei Wachstum unterschiedlich.

Ein Punkt scheidet Kandidaten schneller aus als jede Funktionsbewertung. Wohin gehen die fertigen Buchungen?

Für den deutschen Kanzleimarkt heißt die Antwort meist DATEV. Dann folgt die Frage, wie die Übergabe technisch erfolgt. Ein Buchungsstapel im EXTF-Format ist der verbreitete Weg und funktioniert überall. Der Unterschied liegt darin, was mit dem Beleg geschieht: Bleibt er mit der Buchung verknüpft, oder muss er separat abgelegt werden?

Für Kanzleien mit Mandaten in Österreich kommen BMD und RZL hinzu, im deutschsprachigen Raum außerdem Agenda. Hier wird die Auswahl schnell klein, denn nicht jeder Anbieter unterstützt mehr als ein Zielsystem. Dort liegt die Stärke von Finmatics. Wer sie braucht, sollte den Anbieter nicht vorschnell aussortieren.

Die Empfehlung ist bei allen Anbietern dieselbe und wird selten befolgt. Eigene Belege einreichen, statt die vorbereitete Demo anzusehen.

Fünf bis zehn Belege aus verschiedenen Mandaten genügen, wenn sie bewusst die schwierigen Fälle enthalten. Bei allen Kandidaten müssen dieselben Belege verwendet werden, sonst ist das Ergebnis wertlos. Die passenden Fragen dazu stehen beim Prüfen einer Demo.

Ebenso wichtig ist die Dauer. Eine Trefferquote in der ersten Woche sagt wenig aus, weil das System weder Lieferanten noch Gewohnheiten des Mandats kennt. Aussagekräftig wird sie nach einigen Monaten. Gemessen wird die Entwicklung, nicht der Ausgangswert.

Vor jedem Vergleich von Trefferquoten stehen Punkte, die sich nachträglich nicht mehr korrigieren lassen.

Wo liegen die Daten? Belege einer Steuerkanzlei fallen unter die Verschwiegenheitspflicht. Innerhalb der EU zu hosten ist das Mindeste. Ein Standort in Deutschland ist die sicherere Variante, vor allem wenn im Hintergrund Modelle amerikanischer Anbieter arbeiten.

Werden Inhalte zum Training verwendet? Eine mündliche Zusage genügt hier nicht. Die Antwort gehört schriftlich in den Auftragsverarbeitungsvertrag.

Wie kommt man wieder heraus? Ein Anbieterwechsel setzt voraus, dass Belege, Zuordnungen und Historie exportierbar sind. Beim Ausstieg lässt sich darüber nicht mehr verhandeln.

Eine allgemein beste Alternative zu Finmatics gibt es nicht. Die Anbieter schneiden den Markt unterschiedlich zu.

Wer die Breite der Zielsysteme braucht, insbesondere mit Bezug nach Österreich, findet dafür im Markt wenig Ersatz und sollte den Preis gegen diesen Nutzen halten. Wer nur für DATEV bucht, vergleicht mit Tabula und dem Automatisierungsservice der DATEV und entscheidet an eigenen Belegen. Wer feststellt, dass das Einsammeln der Belege der eigentliche Aufwand ist, sollte den Eingang lösen, nicht das Kontierungswerkzeug tauschen.

Die teuerste Fehlentscheidung ist der Wechsel zu einem Werkzeug aus demselben Lager, verbunden mit der Erwartung, dass sich ein Problem löst, das dieses Lager gar nicht bearbeitet. Den falschen Anbieter zu wählen, kostet weniger.

Nach Kanzleitypen sortiert steht das gesamte Segment unter beste Programme für KI-Buchhaltung.

Wer wechseln will, teilt zuvor die Arbeitszeit eines durchschnittlichen Mandats über einen Monat auf. Getrennt werden das Beschaffen und Sortieren der Unterlagen, die eigentliche Kontierung und die Rückfragen samt Klärung.

In vielen Kanzleien liegt der erste Block über dem zweiten. Dann verbessert ein anderes Kontierungswerkzeug den kleineren Anteil. Die Enttäuschung nach dem Wechsel ist vorprogrammiert, obwohl das neue Werkzeug objektiv besser arbeitet.

Ein Monat Strichliste genügt für diese Messung. Sie klärt die Vorfrage nach dem richtigen Lager, kostet fast nichts und fällt trotzdem in den meisten Auswahlverfahren aus.

Häufige Fragen

Was kostet Finmatics?

Laut Preisliste des Anbieters beginnen die Pakete bei 750 Euro monatlich bei jährlicher Abrechnung und enthalten 3.000 Buchungszeilen. Bankabgleich und Beleg-Transfer an DATEV sind kostenpflichtige Zusatzoptionen, dazu kommt eine einmalige Onboarding-Gebühr von 1.990 Euro. Bei monatlicher Zahlweise wird ein Aufschlag fällig. Stand August 2026.

Welche Alternative passt bei nur einem Zielsystem?

Wer ausschließlich für DATEV bucht, nutzt die Breite der Anbindungen nicht. Dann verengt sich der Vergleich auf Trefferquote, Preis und die Frage, wie der Beleg überhaupt in die Kanzlei kommt. Kandidaten sind Tabula, der DATEV-Automatisierungsservice und Systeme, die den Belegeingang mit abdecken.

Ist ein günstigeres System automatisch die bessere Wahl?

Nein. Der Preis je verarbeitetem Beleg nach Abzug der Nacharbeit gibt den Ausschlag. Ein System mit niedrigem Grundpreis und schlechter Trefferquote kann teurer sein als eines mit höherem Grundpreis, weil die Korrekturzeit in der Kanzlei anfällt und dort mit Vollkosten zu Buche schlägt.

Wie prüft man Alternativen seriös?

Mit denselben fünf bis zehn echten Belegen aus verschiedenen Mandaten bei jedem Kandidaten, darunter bewusst schwierige Fälle: ein Bewirtungsbeleg mit Trinkgeld, eine Rechnung mit zwei Steuersätzen, eine Anzahlung, eine Fremdwährungsrechnung und eine Kreditkartenabrechnung. Erst diese Fälle trennen die Anbieter.

Was passiert mit den bereits angelernten Zuordnungen bei einem Wechsel?

Das gehört vor Vertragsende geklärt. Zuordnungen von Lieferanten zu Konten sind der Wert, der über Monate entstanden ist. Ob und in welchem Format sie exportierbar sind, entscheidet darüber, ob ein neues System bei null beginnt oder mit Vorwissen startet.

Quellen und Stand

Alle Anbieterangaben laut Anbieter, Stand August 2026.

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